Description: Jedes Jahr erscheinen in Deutschland rund 100000 Bücher. Wo landet denn all dieses Papier? Natürlich in vielen deutschen Bibliotheken, in denen man ein Buch wirklich zu schätzen weiß.

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Deutsche Tempel des Wissens

Bibliotheken sind bis heute ein echter Zufluchtsort für alle, die mal in der Stille etwas lesen wollen, ohne dass die alltägliche Hektik sie ablenkt oder gar verschluckt. Ohne diese Kathedralen der Bücher wäre geistiges Leben überhaupt unmöglich. Gut, dass es in Deutschland ziemlich viele Bibliotheken gibt, die mit ihren Beständen sogar den verwöhntesten Leser beeindrucken können. Zu den größten gehören:

  • Deutsche Nationalbibliothek
  • Staatsbibliothek zu Berlin
  • Bayerische Staatsbibliothek
  • Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg
  • Technische Informationsbibliothek

Deutsche Nationalbibliothek

Das Word „Bibliothek“ klingt vielleicht nicht so spannend wie „online spielautomaten“, aber auch hier gibt es unzählige faszinierende Sachen. Der Bestand der Deutschen Nationalbibliothek zählt ungefähr 32,7 Mio. Medieneinheiten und ist somit der größte in der ganzen Bundesrepublik. Sie ist 1912 entstanden und hieß bis 1946 die Deutsche Bücherei. Seit dem Gründungsjahr ist es ihre Aufgabe, alle deutschsprachigen Publikationen, Übersetzungen deutschsprachiger Werke zu sammeln, zu verzeichnen und anderen Menschen zur Verfügung zu stellen. Die Deutsche Nationalbibliothek hat zwei Standorte, die jeweils bestimmte Schwerpunkte haben. In Leipzig befinden sich unter anderem:

  • Das Deutsche Buch- und Schriftmuseum;
  • Die Anne-Frank-Shoah-Bibliothek;
  • Die Sammlung Exil-Literatur 1933-1945;
  • Das Deutsche Musikarchiv.

Und in Frankfurt-am-Main ist das Deutsche Exilarchiv 1933-1945 untergebracht. Außerdem ist der Frankfurter Standort für die Entwicklung der Kommunikations- und Informationstechnik zuständig.

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Aktuelle Entwicklungen

Bibliotheken richten ihr Augenmerk natürlich nicht nur auf die Vergangenheit, sondern versuchen gleichzeitig auch immer auf dem Laufenden zu bleiben. In der Deutschen Nationalbibliothek werden zum Beispiel zahlreiche Veranstaltungen organisiert, darunter auch einmalige Ausstellungen. Und manche Ausstellungen sind überhaupt virtuell, d.h. man kann sie jederzeit online besuchen. So eine Ausstellung ist „5.000 Jahre Mediengeschichte online“. Hier finden Sie verschiedene Geschichten, Filme, Audiobeiträge zum Thema „Medienentwicklung“. Der gesamte Stoff ist in 11 Themenmodule gegliedert, die sich von der Keilschrift bis hin zum Binärcode erstrecken. Außerdem gibt es ein digitales Besucherbuch, in dem man seine Fragen stellen, Meinungen äußern, sowie Anregungen anbieten kann.

Deutsches Musikarchiv

Ein weiterer Ort, der besondere Aufmerksamkeit verdient, ist das Deutsche Musikarchiv. Dort sind unglaublich viele Notenausgaben und Tonaufnahmen gesammelt. Unter den Tonaufnahmen findet man manche Exemplare noch aus den Anfängen der Tonträgerproduktion, also aus dem 19. Jh. Das sind z.B. Schellackplatten, Phonographenzylindern und Klavierrollen. Gleichzeitig sind natürlich auch digitale Tonträger in die Sammlung einbezogen. Es werden regelmäßige Führungen durch das Deutsche Musikarchiv gemacht, und im Foyer sind auch verschiedene Exponate ausgestellt. Die Bestände des Archivs werden den Benutzern bereitgestellt: Es gibt einen Musiklesesaal und ein Hörstudio mit Surround-System. Für diejenigen, die was ausleihen möchten, gibt es den Bohner Katalog, der laufend aktualisiert wird. Ursprünglich hatte dieses Archiv seinen Sitz in Berlin, aber 2010 zog es an den Leipziger Sitz der Nationalbibliothek Deutschlands.

Zusammenfassung

Heutzutage sind Bibliotheken nicht mehr staubige Orte mit unzähligen Buchsammlungen, sondern echte mehrfunktionale Zentren des Wissens. Sie bieten uns Kenntnisse in so einer anlockenden Form, dass sie kaum zu widerstehen sind.

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